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SMART CITY – Digitale Transformation der Stadt Paderborn

Die digitale Transformation geht auch an Städten nicht vorbei. Doch wie digitalisiert man Prozesse in Städten und das Zusammenleben der Menschen in unterschiedlichen Lebensbereichen? Welche Technologien können sinnvoll eingesetzt werden und wie werden diese identifiziert und schließlich angewendet? Wir geben Ihnen Einblicke in die Digitalisierungsprozesse einer Stadt generell und der Stadt Paderborn im Speziellen.

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Woran denken sie als Erstes, wenn Sie den Begriff Smart City hören?

Reden wir von einer digital vernetzten Stadt – einer Smart City – so kommen vielen als erstes Adjektive wie innovativ, modern oder zukunftsorientiert in den Sinn, die einer Stadt zugeschrieben werden. Aber was bedeutet denn eigentlich eine innovative und moderne Stadt? Wie wird die digitale Vernetzung im städtischen Zusammenleben charakterisiert?

Schauen wir ins Ausland, sehen wir eine Reihe von Digitalisierungsprozessen – auch und vor allem – in großen Städten. Dennoch ist es wichtig, sich national und vor allem lokal, anzuschauen, welche Optionen und Potenziale hier bei uns vor Ort im Zuge einer digitalen Transformation der Städte vorhanden sind. Dazu ist es wichtig, individuelle Eckpfeiler zu definieren.

Was für Services gehören zum Beispiel zu einer Smart City und wo ist der größte Bedarf an digitaler Vernetzung in der Bürgerschaft? Die Top drei haben wir Ihnen hier einmal zusammengefasst:

  • intelligente Verwaltung
  • intelligentes Verkehrsmanagement
  • intelligentes Leben und Wohnen

Aktuelle Herausforderungen: Smart City versus eGovernment

Für viele gehört eine intelligente und digitalisierte Verwaltung ganz klar zu dem Begriff Smart City. Nehmen wir es ganz genau, gibt es aber eine Unterscheidung zwischen den Bereichen Smart City und eGovernment. Die Smart City befasst sich mit der Digitalisierung der Lebensbereiche ihrer Bürger*Innen, das eGovernment mit der Digitalisierung der Verwaltung.

Im Zuge der digitalen Transformation sind beide Bereiche gleichermaßen wichtig. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat als Treiber deutlich gemacht, wie rasant sich die Bedürfnisse der heutigen Generationen weiterentwickeln und wie wichtig es im nationalen, aber auch internationalen Vergleich ist, nicht den Anschluss an das digitalisierte Zeitalter zu verpassen. In puncto Lebensqualität wird die digitale Transformation der Städte zukünftig eine große Rolle spielen. –Komfort und Nutzen der Technologien für die Bürger*Innen stehen hier im Vordergrund.

Wie wird städtisches Zusammenleben digitalisiert? – Vom Modell bis zu Umsetzung: Die Digitale Heimat PB

Was scheint wie eine Mammutaufgabe – das städtische Leben zu digitalisieren – ist mit dem richtigen Team und der richtigen Strategie einfacher zu erreichen, als gedacht. Zunächst einmal geht es darum, Verantwortlichkeiten herzustellen. Städte und deren Verwaltungen müssen verstehen, dass es sich lohnt, volle Arbeitskräfte einzusetzen, die sich um das Vorantreiben der Digitalisierung kümmern. Die Stadt Paderborn hat dies schon vor längerer Zeit verstanden und umgesetzt. So hat sich hier eine Stabsstelle entwickelt, die sich hauptsächlich darum kümmert, die digitale Transformation der Stadt Paderborn anzuschieben.

Für vieles, was verändert werden soll braucht es nämlich nicht nur Wissen und Erfahrung, sondern auch entsprechendes Budget. National gibt es viele Fördermöglichkeiten, aber um diese wird hart gekämpft. Mit der Bildung von einzelnen Expertenteams ist es der Stadt Paderborn gelungen, die Modellregion OWL ins Leben zu rufen und den Smart City Made in DE Wettbewerb des Innenministeriums zu gewinnen.

Die Stadt Paderborn hat gemeinsam mit dem Fraunhofer IEM eine Leitlinie Digitalisierung entwickelt, welche den Status quo und zukünftige Visionen und Ziele aufzeigt. Für verschiedene Lebensbereiche wurden Interviews sowohl mit Personen aus der Stadt als auch Unternehmen geführt, um Potentiale und bereits laufende Digitalisierungsaktivitäten aufzuzeigen. Beispielsweise in den Lebensbereichen Mobilität, gesellschaftliches Zusammenleben und Umwelt. Die Ideen in den einzelnen Bereichen helfen der Stadt, ein eigenes Bild vom Thema Digitalisierung für sich zu entwerfen. Viele Prozesse und Organisationen in den Lebensbereichen ähneln sich, aber letztendlich ist jede Stadt individuell. Sie zeichnet sich durch ihre Strukturen, Prozess und die Umwelt aus – der Aufwand lohnt sich also in jedem Fall, eine eigene Leitlinie zu entwickeln.

Bei dem Vorgehen zu der Entwicklung einer eigenen Leitlinie beschäftigt sich eine Stadt idealerweise mit den folgenden vier Bausteinen:

  1. Standortbestimmung
  2. Strategieentwicklung
  3. Umsetzungsplanung
  4. Umsetzungsbegleitung

Wie dies in einem konkreten Fall aussehen kann, zeigen wir Ihnen an dem Beispiel des innovativen Parkraummanagements in Paderborn.

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Intelligentes Parkraummanagement der Stadt Paderborn in Zusammenarbeit mit Fraunhofer IEM und ASP

Ein Beispiel aus der Praxis zeigt bereits, dass die Digitalisierung der einzelnen Lebensbereiche in der Stadt Paderborn in vollem Gange ist – das Parkraummanagement. Ziel ist es, dass Daten innerhalb der Stadt in Echtzeit übertragen werden und so die Bürger zu dem nächstgelegenen Parkplatz navigiert werden können. Das Projekt der intelligenten Parkraumverwaltung wird durch einen Zusammenschluss von der Stadt Paderborn, Fraunhofer IEM und dem Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb Paderborn (ASP) umgesetzt.

Um die Datenübertragung und Navigation in Echtzeit zu gewährleisten wird hier mit dem Einsatz von LoraWAN-Sensorik im Boden und optischer, KI-basierter Sensorik an Straßenlaternen gearbeitet. Die Sensoren werden unter oder ober den jeweiligen Parkplätzen angebracht und übermitteln Informationen an eine zentrale Datenplattform, welche die Daten auswertet und interpretiert.

Im Gesamtbild der Stadt ergeben sich so individuelle Ansätze pro Parkplatz, aber mit einer übergeordneten Datenplattform, die die Auswertungen dann in Echtzeit überträgt und somit eine ideale Navigation der Bürger zu den Parkmöglichkeiten der Stadt sicherstellt.

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Erkenntnisse aus der Praxis – jeder für sich oder gewinnbringendes Miteinander?

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Philipp Ohms

Stabstelle Digitalisierung, Stadt Paderborn

Autor Martin Rabe dto

Dr. Martin Rabe

Business Development, Fraunhofer IEM

Im Zuge unserer Webinarreihe zum Thema Digitale Transformation waren Philipp Ohms – Stadt Paderborn, Stabsstelle Digitalisierung – und Dr.-Ing. Martin Rabe vom Fraunhofer IEM bei uns zu Gast und haben von ihren Erlebnissen aus der Praxis berichtet. Gemeinsam haben sie an Projekten für die Modellregion OWL gearbeitet und können bereits erste Erfolge der digitalen Transformation der Stadt Paderborn verzeichnen.

Herr Ohms, was würden Sie als Vertreter der Stadt Paderborn anderen Regionen raten, wenn es darum geht das Thema digitale Transformation anzupacken? Lieber alleine loslaufen, um Erfolge zu erzielen, oder sich zusammenschließen?

Philipp Ohms: „Wenn Sie innerhalb der nächsten Jahre in diesem Gebiet erfolgreich sein wollen, dann sollten Sie Synergien mit anderen Kommunen erkennen, schaffen und nutzen. Anhand unseres Beispiels mit der Modellregion OWL ist einmal mehr deutlich geworden, dass es nicht ein Gegeneinander ist, was uns in dieser Situation weiterbringt, sondern ein Miteinander. Alle Kommunen können von den Erfahrungen der anderen profitieren. Durch ein partnerschaftliches Miteinander lassen sich weit mehr Ziele im Hinblick auf die Digitalisierung erreichen, als im Alleingang. Das gilt nicht nur für die Teilnahme an Ausschreibungen und Wettbewerben, sondern schlussendlich auch für die Umsetzung. Schließen Sie sich mit anderen Kommunen zusammen, schaffen Sie eine Win-Win-Situation aller Beteiligten. Ich kann Ihnen nur raten, lassen Sie das übliche Konkurrenzdenken hinter sich.“

Herr Rabe, wo verorten Sie das Thema Nachhaltigkeit im Zuge der digitalen Transformation? Auch diese Thematik spielt heutzutage ja eine immens wichtige Rolle.

Martin Rabe: „Das Thema Nachhaltigkeit muss bei Transformationen und Innovationen jeglicher Art mit einbezogen werden. Im Zuge der Digitalisierung einer Stadt, also auf dem Weg zu einer Smart City, muss ganz klar sein, welches Ziel wir verfolgen und das lautet: Ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit. Das bedeutet auch, dass die Digitalisierung immer nur als Mittel zum Zweck eingesetzt werden sollte. Alle Maßnahmen die in diesem Zusammenhang durchgeführt werden, müssen die Lebensqualität der Bürger*innen verbessern. Technologien sollten nicht zu Selbstzweck eingesetzt werden – dies wäre eine Verschwendung von Ressourcen und gehört nicht zu unserem Verständnis von Nachhaltigkeit.“

Abschließend eine Frage an Sie beide: Was glauben Sie ist einer der wichtigsten Bestandteile für den Erfolg von einer Entwicklung hin zu Smart Cities?

Philipp Ohms & Martin Rabe: „Ganz klar, die Bürgerkommunikation und -partizipation. Egal in welchem Bereich, ob auf beruflicher oder privater Ebene, oder im Hinblick auf die Lebensbereiche in der Stadt, Smart City bedeutet immer Veränderung, bei der Digitalisierung eine wichtige Rolle spielt. Digitalisierung soll immer mit Sinn und Verstand genutzt werden und nicht dem Selbstzweck dienen. Das Zielt ist es das Gemeinwohl zu fördern. Nehmen Sie die Stadtgesellschaft mit auf die Reise in die Zukunft und beziehen Sie sie in die jeweiligen Prozesse mit ein. Bürgerpartizipation ist ein großer Potentialfaktor, der aber auch sehr komplex und herausfordernd ist für eine Kommune. Schaffen Sie es, Ihre Bürger*Innen für Ihre Projekte zu begeistern. Dann sichern Sie sich im Zuge eines gewinnbringenden Change Managements nicht nur die Unterstützung aus den eigenen Reihen, sondern auch den Erfolg der Maßnahmen.“

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Entwicklung Digitale Heimat Paderborn

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