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Corporate Innovation – Neue Wege im Innovationsmanagement

Im Rahmen unserer Webinar-Reihe zum Thema Digitale Transformation konnten wir uns mit Laban Asmar – Innovationsmanager und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Fraunhofer IEM – zum Thema Innovationsmanagement austauschen. Viele Unternehmen stehen momentan vor zahlreichen Herausforderungen, eine davon ist die Sicherstellung einer gewinnbringenden Weiterentwicklung des eigenen Unternehmens, um langfristig wettbewerbs- und zukunftsfähig zu bleiben. Wir teilen heute mit Ihnen einige wichtige Insights aus dem Bereich Innovations-management – direkt aus der Praxis und hochaktuell!

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Durch Innovationen sicher Richtung Zukunft

Nicht nur das momentane Weltgeschehen fordert alle Unternehmen auf vielen Ebenen heraus, auch die fortschreitende Digitale Transformation unserer Arbeitswelt sorgt dafür, dass eine stetige Weiterentwicklung zum Pflichtprogramm für langfristigen Erfolg gehört. Innovationen sind also für das Überleben in heutigen Zeiten unabdingbar. Doch wie werden diese Innovationen innerhalb eines Unternehmens organisiert? Diese Aufgabe fällt in den Bereich eines modernen Innovationsmanagements. Jetzt könnten Sie sich fragen, wieso das so wichtig ist, falls Ihr Unternehmen zu denen gehört, die zum Beispiel bislang in einem Segment Marktführer sind. Dies werden wir Ihnen im Laufe unseres Artikels näher erläutern. 

 

Doch was genau ist denn Innovationsmanagement? Eine Innovation durchläuft in der Regel einen immer gleichbleibenden Prozess. Sie startet meist mit einem Impuls, einer Idee zu einem neuen Produkt, einer neuen Dienstleistung oder der Weiterentwicklung bestehender Portfolios. Von dem Impuls aus startet ein Entwicklungsprozess mit verschiedenen Beteiligten – inner- und außerhalb eines Unternehmens. Am Ende steht als Ergebnis dann das neue Produkt, die neue Dienstleistung oder die Weiterentwicklung. Alles was mit diesem Prozess zusammenhängt – die Organisation, Einkauf von Leistungen, Führung von Mitarbeitern etc. gehört im Grunde genommen zum Innovationsmanagement. 

Nicht jede Innovation bedeutet Erfolg

Um Dieter Zetsche, den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Daimler AG zu zitieren: „Zwar garantiert nicht jede Innovation auch sofort Erfolg, aber fehlende Innovationen garantieren mit Sicherheit das Scheitern.“ 

Was sagt, dieses Zitat aus? Es lohnt sich langfristig immer, in ein gutes Innovationsmanagement zu investieren. Untermauern möchten wir die These von Herrn Zetsche an dieser Stelle mit zwei Beispielen. 

Fangen wir mit dem Punkt an, dass nicht jede Innovation sofort Erfolg bedeutet. 

Jeder von Ihnen kennt wahrscheinlich das Apple iPhone, korrekt? Aber kennen Sie auch den Vorläufer – Apple Newton? Bereits im Jahr 1993 hat sich Apple auf neues Terrain gewagt und einen Organizer entwickelt, der bereits Grundlagen des Smartphones verwendete. Bedient wurde der handliche elektronische Organizer noch mit einem Stift. Der Grund, wieso Ihnen das Apple Newton nicht so geläufig ist, liegt auf der Hand – es war einfach ein kompletter Misserfolg. Spätere Analysen dieser Innovation haben gezeigt, dass die Bedienung dieses Devices noch komplett kontraintuitiv konzipiert war. Außerdem fehlte es extrem an technischer Reife. Die Zeit war einfach noch nicht reif für einen Mini-Computer als Begleiter im Alltagsleben. Was im nächsten Jahrzehnt, genauer gesagt 2007 geschehen ist, schrieb allerdings Geschichte. Das Apple2 – seiner Zeit das erste Smartphone feierte einen grandiosen Markteintritt und hat die gesamte Telekommunikationsbranche und unser aller Alltagsleben im Hinblick auf die Kommunikation revolutioniert. Apple hat es sich nicht nehmen lassen und seine Ideen weiterverfolgt. Die Technik wurde verfeinert, viele zusätzliche Features entwickelt und schlussendlich zum richtigen Zeitpunkt veröffentlicht. 

 

Fehlende Innovation garantiert mit Sicherheit das Scheitern auf dem Markt

Im Gegensatz zu diesem Positivbeispiel möchten wir Ihnen auch noch die andere Seite der Medaille präsentieren. Nämlich das, was passiert, wenn man sich als Unternehmen auf seine bislang erfolgreichen Cashcows verlässt und nicht die Notwendigkeit sieht, das Unternehmen durch Innovationen weiter zu entwickeln. So geschehen bei Nokia. Schauen Sie sich die neuen Produkte von Nokia im Jahr 2007 im Vergleich zu dem Apple iPhone an, wird schnell deutlich was passiert ist. Nokia ist viel zu kleine Schritte im Bereich Entwicklung ihrer Mobiltelefone gegangen. Ja, die Bildschirme hatten mittlerweile Farbe, von smarten Services aber keine Spur. Es handelte sich um ein klassisches Mobiltelefon, was lediglich designtechnisch versucht hat, sich ein wenig von der alten klassischen Variante des Tastenhandys abzuheben. Was hat die Entscheidung, nicht auf innovative Konzepte zu setzen, langfristig mit Nokia gemacht? Ganz einfach, Nokia spielt auf dem Markt heute schlichtweg keine Rolle mehr. 

Wer sind die Ansprechpartner für ein erfolgreiches Innovationsmanagement

Ideen für neue Produkte gibt es sicher viele, aber wer kümmert sich im Unternehmen darum? Hier gibt es eine größere Spannweite an Optionen. Innovationen können durch einzelne Personen oder durch mehrere Personen implizit vorangetrieben werden. Es kann einen deklarierten Verantwortlichen geben, der eine eigens für das Innovationsmanagement ausgerufene Position bekleidet, oder ein klar definiertes Innovationsteam. Zu guter Letzt ist eine beliebte Alternative auch die Gründung von eigenen Startups oder tatsächlich auch der Einkauf von innovativen Produkten und Dienstleistungen von externen Startups. Alles ist möglich im Ökosystem Innovationsmanagement. Eine wichtige Voraussetzung gibt es allerdings in allen angesprochenen Szenarien.

Ein offenes Mindset als Basis für neue Wege in Zeiten der Digitalen Transformation

Thinking out of the box ist schon lange keine neumodische Erscheinung mehr, wenn es darum geht ein Unternehmen solide weiterzuentwickeln – im Gegenteil, es ist heute die Voraussetzung, um nachhaltig immer wieder Erfolge zu feiern. Doch was bedeutet das im Allgemeinen? Es geht vor allem darum, den eigenen (Unternehmens-)Horizont zu erweitern. Nicht mehr in den marktinternen Strukturen nach Lösungen und Innovationen zu suchen, sondern Kopf und Herz aufzumachen, um auch Ideen außerhalb der eigenen Strukturen wahrzunehmen. Nicht selten liegt hier das Potential für wirklich marktverändernde Innovationen verborgen. Genauso gilt es, neue Personengruppen zu Wort kommen zu lassen. Suchen Sie sich neue Sparringspartner*innen! Das können Menschen sein, die entlang Ihrer Wertschöpfungskette tätig sind – zum Beispiel Lieferant*innen, Vertragspartner*innen oder Kund*innen oder auch junge Talente aus Ihrer eigenen Belegschaft. Sie werden überrascht sein, wie viel konstruktiver Input das Ergebnis von bunt zusammen gewürfelten runden Tischen sein kann. 

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Die 7 Erfolgsfaktoren für erfolgreiches Innovationsmanagement

Einige Faktoren haben wir in diesem Artikel bereits angerissen, wollen Ihnen aber noch eine hilfreiche Übersicht mit auf den Weg geben. Alle Faktoren sind praxiserprobt und durften wir selbst bei unseren Kooperationspartnern beobachten. Lernen Sie mehr über ungeahnte Schätze in Ihrem Ökosystem Innovationsmanagement – zusammengefasst in den sieben folgenden Erfolgsfaktoren:

  1. Kooperation in der eigenen Wertschöpfungskette
    Mögliche Kooperationen entlang der eigenen Wertschöpfungskette ist beispielsweise ein Cross-Industry Round-Table. Hier können Sie ganze Branchen zusammenbringen und über Ihre eigenen Unternehmensgrenzen hinaus Themen mit Menschen besprechen, die auch davon profitieren können.
  2. Kundenzentrierung
    Entwickeln Sie neue Produkte von Anfang an bedarfsorientiert mit Ihren Kund*innen gemeinsam. Das bedeutet, binden Sie sie in den Validierungsprozess Ihrer Produktentwicklung mit ein, um für alle die besten Ergebnisse zu erzielen und wirkliche Erfolge zu feiern.
  3. Zusammenarbeit mit Startups
    Um mit externen Startups zusammenzuarbeiten gibt es viele Möglichkeiten, um die Kooperation gewinnbringend zu gestalten. Sie können diese in einzelne Entwicklungsschritte mit einbeziehen, sich eine Infrastruktur teilen oder auch gänzlich in die externen Leistungen investieren. Alternativ können Sie selbst ein eigenes Startup aus Ihrem Unternehmen ausgründen. Die Kooperationsmodelle teilen sich im Wesentlichen in drei Varianten auf: Learn, Match & Partner.
  4. Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen wie z.B. Fraunhofer IEM
    Forschungseinrichtungen wie unser Fraunhofer IEM können Ihnen durch die langjährige Expertise dabei behilflich sein, Potentiale aufzufinden, Ideen zu entwickeln und diese gewinnbringend in der Geschäftsplanung umzusetzen. Außerdem gibt es hier auch zahlreiche Expert*innen, die den Innovationsgeist in Ihrem eigenen Unternehmen durch gezielte Maßnahmen entfachen können.
  5. Raum für Innovationen
    Mit einer der wichtigsten Faktoren für erfolgreiches Innovationsmanagement ist die Bereitstellung genügend Raumes dafür. Raum ist hier nicht nur wörtlich gemeint, sondern zielt auf verschiedenen Ebenen darauf ab, dass Innovationen genügend Raum und Luft zum Atmen, also zur Entwicklung haben. Zu diesen verschiedenen Räumen gehören unter anderem die Faktoren Geld, Zeit und Strategie, vor allem aber auch die Etablierung eines Fehler- und Lernraums. Diese beiden Räume bringen in den meisten Fällen auch eine neue Arbeitskultur mit sich. Fehler und Lernprozesse sollten im erfolgreichen Innovationsmanagement durchaus erwünscht sein.
  6. Digitale Technologien im Prozess
    Digitale Technologien begleiten Unternehmen im Zeitalter von Industrie 4.0 schon länger im Feld, jedoch werden ihre Potentiale im Innovationsmanagement noch nicht ausreichend genutzt. Sie können beispielsweise bei Kundenbedarfsanalysen oder Technologie-Scouting von Nutzen sein, da es sich hier meist um große Datenmengen handelt, die ausgewertet werden müssen. Wird diese Auswertung von digitalen Technologien übernommen, so beschleunigt das in der Regel den Innovationsprozess.
  7. Innovationsökosystem an sich
    Wie wäre es, wenn Sie alle im Voraus genannten Faktoren zusammennehmen und so Innovationen fördern? Wie das gehen kann? Zum Beispiel durch einen Makeathon. Ein Makeathon schafft den Raum, alle genannten Akteur*innen zusammenzubringen. In bunt durcheinander gewürfelten Teams werden in einer bestimmten Zeit Lösungen für aktuelle Herausforderungen entwickelt. Jede*r kann seinen Teil dazu beitragen und so hautnah bei der Entstehung von Innovationen dabei sein. Wenn Sie mehr über das Modell Makeathon erfahren möchten, lesen Sie sich gerne unseren gesonderten Artikel inklusive Erfahrungsbericht zum It’s OWL Makeathon durch. 

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Was können wir mitnehmen?

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Laban Asmar

Wissenschaftlicher Mitarbeiter Innovationsmanagement Fraunhofer IEM

Herr Asmar, als Innovationsmanager und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Fraunhofer IEM haben Sie schon viele Unternehmen auf dem Weg zu einem erfolgreichen Innovationsmanagement begleitet, unter anderem auch durch Veranstaltungen wie den It’s OWL – Horizonte nach Corona Makeathon. Aus Ihrer Erfahrung, was geben Sie Geschäftsführer*innen mit auf den Weg, die dieses wichtige Thema anpacken wollen?

Wie in so vielen Bereichen der Digitalen Transformation gibt es natürlich auch hier kein Geheimrezept, aber aus der Praxis konnte ich doch einige Dinge beobachten, die ein erfolgreiches Innovationsmanagement auf jeden Fall unterstützen. Erfolge sind oft personen-gebunden, das heißt, setzen Sie auch auf die Personen, die am Prozess beteiligt sind. Wenn Sie sich auf die Mitarbeiter*innen konzentrieren, sie motivieren und in die Prozesse mit einbinden, werden Sie weniger Akzeptanzprobleme haben, wenn es darum geht, Innovationen auch umzusetzen.

Darüber hinaus ist es unglaublich wichtig Raum für Innovationen zu schaffen. Idealerweise geben Sie Innovationen den nötigen Raum auf allen im Artikel bereits skizzierten Ebenen, so haben diese nämlich Platz, sich wirklich zu entfalten.

 

Als letztes kann ich nur appellieren: Unterschätzen Sie nicht den Innovationsgeist Ihrer Mitarbeiter*innen, egal auf welcher Ebene des Unternehmens sie tätig sind. Dieses Potential lässt sich leicht mit Veranstaltungen wie einem Makeathon ausschöpfen und sichtbar machen. Am Ende knüpft auch das wieder an den personengebundenen Erfolg an. Schlussendlich müssen Sie sich auch immer vor Augen führen: Wer Menschen mit Innovationsgeist fördert, der fördert Innovation!Laban Asmar, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Fraunhofer IEM.

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Sie wollen mehr über die Optionen erfahren, wie wir als Fraunhofer IEM Sie bei einem erfolgreichen Innovationsmanagement unterstützen können? Dann melden Sie sich gerne bei uns!

Alle zwei Wochen veranstalten wir aktuell Webinare mit Experten in einzelnen Themenschwerpunkten. Profitieren Sie von den Erfahrungen, die andere bereits gemacht haben und nehmen Sie wichtige Erkenntnisse mit in Ihr eigenes Unternehmen.

Darüber hinaus unterstützen wir Sie mit unserer Expertise gerne bei der Strategieentwicklung für Ihr Unternehmen. Setzen Sie sich gerne mit uns in Kontakt. Gemeinsam gestalten wir die Zukunft.